Abfahrt um 14 Uhr hinter dem Gebäude der Philosophischen Fakultät, České mládeže 8.

1. Busreise mit Zwischenhalt in Litoměřice (Leitmeritz)

Kontakt: Mgr. Jan Kvapil, Ph.D. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Voraussichtliche Ankunftszeit in Prag (Hauptbahnhof) ca. 18 Uhr

Litoměřice (Leitmeritz), die malerisch an der Elbe gelegene einstige Metropole Nordböhmens, ist heute eine der reizendsten historischen Städte Tschechiens. Ihr Panorama wird von mittelalterlichen Häusern, barocken Kirchtürmen sowie mit Weinreben bewachsenen Hügeln des Böhmischen Mittelgebirges geprägt. Aber nicht nur der barocke Stephansdom mit der bischöflichen Residenz verbirgt Kunstschätze, in den zahlreichen Galerien kann man neben dem heiligen Antonius von Lucas Cranach d. Ä. auch aktuelle moderne Kunst sowie naive Kunst bewundern. Der Besuch der Stadt wird mit einem Schluck vom hiesigen Wein im unterirdischen Keller abgeschlossen.

Programm:

2. Busreise mit Zwischenhalt in Terezín (Theresienstadt)

Kontakt: Jarmila Jehličková (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Voraussichtliche Ankunftszeit in Prag (Hauptbahnhof) ca. 18 Uhr

STADTRUNDGANG DURCH TEREZÍN/das eh. GHETTO THERESIENSTADT mit kurzer Besichtigung der Ausstellung über das kulturelle Leben im sog. Ghetto Theresienstadt in der ehemaligen Magdeburger Kaserne

Die Stadt Terezín (Theresienstadt) liegt 60 km nördlich von Prag. Im Jahr 2000 hatte die Stadt insgesamt etwa 3.000 Einwohner. Sie wurde als ein mächtiges, die nordwestlichen Zugänge von Böhmen schützendes Festungssystem nach dem Siebenjährigen Krieg in den Jahren 1780 und 1790 errichtet. Kaiser Joseph II. nannte die Festung zu Ehren seiner Mutter Theresienstadt. Während des Ersten Weltkrieges wurden russische, italienische und serbische Kriegsgefangene in der Kleinen Festung inhaftiert, darunter auch drei der Männer, die ein Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajewo verübten († 28. April 1918 Gavrilo Princip).

Eine tragische Rolle spielte Theresienstadt im Zweiten Weltkrieg: 1940 wurde ein Gefängnis der Prager Gestapo in der Kleinen Festung eingerichtet, im November 1941 entstand in der Garnisonsstadt ein Sammel- und Durchgangslager für die jüdische Bevölkerung. Das „Theresienstädter Ghetto“ war ein Transitlager auf dem Weg in die großen Vernichtungslager im Osten.

In der NS-Propaganda wurde Theresienstadt zum „Altersghetto“ verklärt und als angebliche jüdische Mustersiedlung den Abgesandten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz vorgeführt. Im Lager fanden von den Häftlingen selbst getragene kulturelle, religiöse, philosophische sowie sportliche Aktivitäten statt, die das NS-Regime für seine Propagandazwecke nutzte. Im Anschluss an die Besuche des Roten Kreuzes wurde der Propagandafilm „Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet“ (link https://www.youtube.com/watch?v=UP8eYTwmPt0) gedreht.

Bis Ende des Krieges durchliefen mehr als 150 000 Häftlinge das Lager, von denen hier 35 000 ums Leben kamen. Unter den Inhaftierten befanden sich ca. 15 000 Kinder. In einem ehemaligen Kinderheim gibt es seit 1991 das Ghetto-Museum.

Nähere Informationen zur Geschichte des ehemaligen Ghettos unter http://www.ghetto-theresienstadt.info/index.htm.

3. Busreise mit Stadtführung in Ústí n. L. (Aussig)

Kontakt: Eva Krovová (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Voraussichtliche Ankunftszeit in Prag (Hauptbahnhof) ca. 17 Uhr

Die größte nordböhmische Stadt Ústí nad Labem/Aussig (Hauptstadt der Region), schon im  13. Jahrhundert als königliche Stadt bekannt, liegt in der wunderschönen Elbtalgegend des Böhmischen Mittelgebirges. Von der Hauptstadt Prag ist sie ca. 100 km entfernt, von der deutschen Stadt Dresden nur 70 km. Die Blütezeit erlebte die Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als sie zur bedeutenden Industriemetropole und zum Verkehrsknotenpunkt der Österreich-Ungarischen Monarchie wurde. Dies war offenbar auch der Grund für die Bombenangriffe der Amerikaner am Ende des Zweiten Weltkriegs im April 1945, bei denen ein Fünftel der Altstadt (ca. 450 Häuser) zerstört wurde. In der Nachkriegszeit wurde die bis zur Vertreibung vorwiegend deutschsprachige Stadt durch Tschechen aus dem Landinneren, Slowaken und Roma bevölkert. In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts veränderten das Stadtbild viele große, massive Objekte und sozialistische Neubausiedlungen. Seit Anfang des neuen Jahrtausends wird das historische Stadtzentrum in Ústí nad Labem umgebaut und renoviert, darunter auch zahlreiche Jugendstilgebäude in den Villenvierteln. Heute ist Ústí nad Labem ein bedeutendes Kultur-, Sport-, Geschäfts- und Verwaltungszentrum Nordböhmens.

Ústí nad Labem/Aussig prahlt mit einer Reihe von interessanten Merk- und Sehenswürdigkeiten sowie Persönlichkeiten, die in Tschechien, Europa oder sogar weltweit als TOP oder SUPERLATIVE gelten. Sie finden hier unter anderem die Dekanatskirche Maria Himmelfahrt (um 1318, im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil umgebaut) mit dem schiefsten Turm Mitteleuropas (durch die starke Beschädigung während der Luftangriffe 1945), sowie die schönste Brücke der 1990er Jahre – die Marienbrücke. Interessant ist das seinerzeit höchste Gebäude in der Tschechoslowakei, das 1930 mit seinen 44 Metern als Wolkenkratzer galt. Das Museumsgebäude, 1869 erbaut, hatte wiederum die erste Fernheizung in der Tschechoslowakei. Sie können die Palastvilla des reichsten Unternehmers der ersten Tschechoslowakei und bedeutenden Mäzens, Ignaz Petschek, bewundern, der in den 1920er Jahren die Hälfte der Braunkohleförderung in Mitteleuropa kontrollierte. Zu erwähnen sind auch Persönlichkeiten wie Marlene Dietrich oder Karl May, die mit Ústí verbunden sind, sowie weltberühmte Industriemarken wie Elida (Seife), Ceres (Fett) oder Odol (Zahnpasta).  Begeben Sie sich mit uns auf einen Rundgang und entdecken Sie die Aussiger Superlative!

4. Busreise nach Prag ohne Ausflug

Kontakt: Monika Růžičková (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Direkte Busfahrt nach dem Tagungsteil in Ústí nad Labem in die Hauptstadt Prag, Ankunftszeit in Prag (Hauptbahnhof) voraussichtlich zwischen 15:30 und 16 Uhr (je nach Verkehrsbedingungen).